moment
Du bist der Moment. Ich sehe Dich an und bin glücklich wie ein Kind. Dich Moment.
Seit Wochen sehen wir uns ständig. Unheimlich ständig für einen wie mich, der sein Alleinsein wie eine Waffe bei sich trägt. Konsequent und lächerlich stolz.
Wir tanzen miteinander. Oft. Und ich habe noch nicht einmal Deinen Körper gespürt. Stattdessen hat mein Kopf ständig versucht, Dich festzumachen in der Zeit. Und verzweifelte, weil ich sie an Dir abprallen sah.
Der Typ, der mit Dir tanzen wollte, und dem Du Dich entwunden hast, um Dich an meinem Arm fortziehen zu lassen. Du hast ihn schon vergessen. Das Taxi, das uns hierher brachte, wo wir sitzen. Du hast es vergessen. Du strahlst mich an mit Deinen großen Augen, atmest den Rauch in die Nacht und bist bei mir.
Du trinkst die Zeit als wäre sie eine Mutter, die sich Dir täglich gibt. Löffelweise. Ohne Dein Zutun. Uns trennen 10 Jahre und ich habe das Gefühl, gerade soviel zu lernen von Dir.
Ich werde versuchen, Dir genau das zu sagen. Aber Du wirst es wohl nicht verstehen. Du siehst die Dinge anders. Glücklich anders. Du bist der Moment.
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