September 29th, 2006
Rituale fordern ihren Anspruch auf Vollständigkeit in Ausführung und Erscheinung. Immer. Kein spontaner Richtungswechsel. Da ändert man nicht flugs den Ablauf oder beeinflusst die Reihenfolge, die stößt du nicht einfach um. Rituale fremder Leute kaum, die eigenen gar nicht.Soll man ja auch nicht, schließlich helfen die. Und geben Halt. Oder? Rituale überarbeiten sich höchstens selbst. Wenn man genau ist, hangeln sie sich von Beta zu Beta, keine Aussicht auf Release Candidate. Kann man aber auch mit leben. Eigentlich. Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt Rituale der Umwelt, die nicht recht passen. Weder zu mir noch zu unserer Interaktion. Sie sind wenig hilfreich, nicht produktiv. Blockade.
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Arndt Nedkov
September 29th, 2006
Nazis im Fernsehen. Nazis bei Freunden. Mit Nazis aufgewachsen. Frankfurt Oder. Nazis auf Plakaten. Nazis in Parteien. Nazis in Parlament. Nazis auf dem Dorf. Nazis in den Köpfen. Nazis auf Bildern. Nazis auf den Straßen. Nazis in den Zeitungen. Nazis im Internet. Nazis bei youtube. Nazis für Angst. Nazis gegen den Rest der Welt. Nazis in Shops. Nazis als Thema. Nazis als Aushängeschild. Nazis für Hilflosigkeit. Nazis gegen alte Konzepte. Nazis als Alternative. Nazis als Protest. Nazis als Zeichen. Nazis als Aufgabe. Nazis als Herausforderung. Nazis als Aufforderung. Nazis für den Arsch.
Mathias Richel
September 28th, 2006
Schlag deine Decke um. Ignoriere den dumpfen Geruch von Gebrauchten. Steig in die zerknitterten Shorts und stülpt dir dieses T-Shirt über. Trage deinen trägen Körper in die benutzte Küche. Schnapp dir den Espressokanne, vollziehe das notwendige.
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Mathias Richel
September 28th, 2006
Arndt Nedkov, geboren 1975 in Berlin. Frühes Engagement in der Grundschulzeitung mit mäßigem Erfolg. Kurzes Stelldichein in der Werbewelt nach dem vermasselten Soziologiestudium. Jetzt über Umwege und durch gute Freunde in der Marketingabteilung eines deutschen Unternehmens. Eine Frau, zwei Katzen, Saab 900i.
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Mathias Richel
September 28th, 2006
Ein betrunkenes englisches Mädchen schielt mich auf der Nuttenstraße an. Touristenfallen. In die Häuser hinein versetzt im Neonlicht, oder auf den Bordsteinen mit Gürteltasche. Sie spukt aus ihrem Mund. „Hoow lääd?“ und versucht dabei nicht einmal, mich anzuschauen. Die Augen suchen Halt, den ihr Körper auch brauchen könnte. U-gebücktes Insel-Etwas auf Sauftour.
Mathias Richel
September 27th, 2006
Jahrgang 70. Regt sich leicht auf. Schreibt sonst eigentlich nicht privat. Mit Glück verheiratet, eine Tochter (hochbegabt sind sie ja alle). Definitiv das Beste, was man auf dieser Welt machen kann. Hedonismus wird eh’ überschätzt.
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Mathias Richel
September 27th, 2006
Wohnt in Berlin und war die meiste Zeit seines Lebens jung. Seine Vorfahren väterlicherseits sahen alle aus wie Tolstoi, mütterlicherseits waren die Eintänzer dominierend. Schreibt bei Spreeblick und Fooligan und dreht manchmal seltsame Kurzfilme, um sich von Youtube-Nutzern beschimpfen zu lassen.
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Mathias Richel
September 27th, 2006
Rohes. Geben es zum Ya, ohne das Trivia, das wie Kokain gerade von Bolivien schaukelt.
Hüfte-Hopfen. Um die Nation des proklamationschwachen MCs, der in den Caucus-Bergen kauert, mit Jargon zu entsetzen.
Brunnen bin ich, ein Herr, stelle das Mikrophon auf “Feuer”, schwanke und trage vor, dass ich aus dem Shaolin Elendsviertel komme.
Insel bin ich, wenn sie kommen möchten, sollen sie eine scharfe Klinge zum Mittelteil sprechen, das Gespräch sich verfangen sehen, wenn sie den Weg nicht gehen können mit dem geärgerten Mann der Kreide.
Kampfläufer aus Frieden zu allen Haken, kahle Köpfe, Flechten, durchbrennen wir diesen Haken, Nickel überzogene Macs.
Schwarze Axt, stapelt Drogen. Guter Nigga für eine Minute nur gewesen. Rindfleischesprit.
Kommerziellesel. Mit Goldzähnen in einem Lexus Rindfleisch essend, gerade auf und ab. Väter töten.
Malte Welding
September 27th, 2006
Bis ich das vierte Mal mit einem Mädchen schlief, hielt ich Sex für uneingeschränkt empfehlenswert. Er war amüsant ohne die Lachmuskeln überzustrapazieren, verbrannte eine bei der Kurzweiligkeit der Tätigkeit bemerkenswerte Anzahl von Kalorien und versorgte mich mit der richtigen Dosis Oxytocin für den Tag. Nach A. dachte ich etwas anders.
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Malte Welding
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