Ach. Hallo.

Januar 31st, 2007

12:25 Es ist früh am Morgen. Meinem Morgen. Wenn man ewig kränkelt und erst 13 Uhr mit der Arbeit beginnt, ist 12:25 früh am Morgen…

11:45 Nach Halbschlafträumen von in Schwelbrand gesetzten Kellern aus denen man nur noch schnell den Laptop rettet (will gar nicht wissen, was die Traumdeutung dazu sagen würde) wache ich auf. Fühle mich verquollen. Ne Mischung aus verkatert, verheult und verschleppt erkältet.

11:46 Kater Toni sitzt neben meinem Kopf und wartet schon, maunzt so was wie „Wird ja mal Zeit…“ Ich könnte schwören, er rollt dabei mit den Augen. Er trottet in die Küche. Ich folge auf den Fuß. Der Mensch ist ja bekanntlich das Haustier der Katze. Gebe Fressen und Streicheleinheiten, weil sonst gemeckert und nicht gefressen wird. Hätte auch gern jemanden, der für mich kocht und mir beim essen den Nacken krault.

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Peh



Die Erste Lese - jetzt offiziell.

Januar 30th, 2007

Wir freuen uns auf euch. Nähere Infos - einfach auf das Bild klicken:

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Weitersagen, gern verlinken, hinkommen, eine schöne Zeit haben.

Mathias Richel



Der mutigste Mann der Welt

Januar 30th, 2007

Ich bin ihm begegnet. Hier, bei uns, mitten auf der Straße. Ich hatte ihn zuerst gar nicht gesehen. Er stand da, einfach so. Plötzlich drehte er sich um und sah mich an. Da habe ich ihn erkannt. Sein Leben lag in meiner Hand. Er wusste es, ich wusste es. Es gab nichts zu sagen. Und er winkte mir einfach so zu. Irgendjemand hat mal gesagt, man soll warten, bis man das Weiß im Auge des Feindes sieht, bevor man ihn tötet. Vielleicht, weil es dann schwieriger ist. Da steht ein Mensch. Ich jedenfalls habe ihn geschont. Immerhin, vielleicht hat er Familie. Wenn man selbst Kinder hat, denkt man über so etwas nach. Also fuhr ich einfach weiter, und ließ ihn zurück auf der Kreuzung. Inmitten der tobenden Massen aus Stahl. Allein, mit seinen weißen Handschuhen und der lächerlichen Mütze. Aber leicht gefallen ist es mir nicht.

Johann Kuchenbuch



Es kommt was auf euch zu!

Januar 29th, 2007

Der Frühling April naht und ich freue mich drauf:

Mathias Richel



Alles beginnt mit einem Lächeln.

Januar 29th, 2007

Manchmal gibt es Tage in meinem Leben, an denen ich mich lieber verstecke. Nicht rauskommen, einigeln. Zurückziehen in die eigenen vier Wände, als heimelige Alternative zum Was-bin-ich-Spiel draußen. Die Körperhygiene reduziert sich bei mir in dieser Phase auf ein Minimum, das Lebensumfeld nimmt die Gestalt eines C4-Testgeländes an. Einfach alles egal. Da draußen warten die Aufgaben, die Verantwortung, die Interaktion. Das Ich verliert sich in einem Strudel an Erwartungen. Nichts kann mich jetzt da hinaus ziehen, nichts wird mir gerecht. Nur hier bin ich das Selbst. Und plötzlich ist das Brot alle.

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Mathias Richel



Aufs Maul

Januar 26th, 2007

Ist schon ein paar Jahre her. Ich lief mit meinem (alten) Kumpel Kralle über die (öde) Frankfurter Zeil. An der (gräßlichen) Konsti hörten mir (leise) Musik und da mehr als zehn (gutaussehende) Leute da standen, blieben auch wir stehen. Ein (langhaariger) Typ trommelte auf einem (kleinen) Drumset, ein anderer (grüngefärbter) Typ spielte (mäßig) Gitarre dazu. Letztlich waren es (nette) Liedchen, die mich zwar nicht (komplett) umwarfen, aber immerhin.

“Ey”, meinte der (nervige) Kralle, “das ist doch dieser Typ ausm Fernsehn.”

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Bandini



Hunde bellen laut.

Januar 26th, 2007

Und beißen nicht.

Sie schnappen auch nicht. Man bekommt nicht einmal eine Briefmarke zwischen ihre Kiefer, wenn es drauf ankommt. Hunde sind halt etwas bloöd, so gerne ich sie auch habe! Hunde haben manchmal große Köpfe. Das heisst aber nicht, dass sie deshalb viel wissen oder überhaupt irgendwelche beieindruckenden Talente besitzen. Diese Hunde haben es nicht leicht, andere Welpen bellen sie schon in der Hundeschule aus. Aber warum bellen sie dann erst später andauernd? Wenn die anderen Welpen groß und außer Reichweite sind? Nimmt ihnen doch eh keiner ab. Das.

Hunde können Kuststücke

Hunde können sich Zahlen merken und auf Zuruf rausbellen. Das erfordert kein beeindruckendes Talent, aber es ist gut. Denn so kann Herrchen sagen: Mein Hund kann was. Sich Zahlen merken. So wie ich. Das ist gut, wichtig, ordentlich und deutsch. Ich finde es gut, dass Hunde sich Zahlen merken können. Ich selbst bin nicht besonders gut im Zahlen merken. Aber dafür lutsche ich mir nach dem Waldlauf auch nicht den Dreck aus Zehen und Arschloch, wobei das ja auch eigentlich wieder ein Kunsstück ist. Zahlenmerken und Bröckchenbeißen für 2007!

Zirkushunde

Sind elitär. Sie bekommen ein Sonderzeichen verbraten. Sie sind ausgezeichnet! Jeder soll es wissen, alles Andere ist nichts wert. Selbst über ihr Urin ist diese Auszeichnung erkennbar. Überall hinterlassen sie ihre Spuren. Und da sich diese elitären Köter gegenseitig besonders gerne am Genital beschnuppern, bilden sie Netzwerke. Kein Scheiß, sie tun das wirklich. Wir Menschen kriegen das oft gar nicht mit. Aber hey - die können das! Zahlenmerken, Bröckchenbeißen und Socializing für 2007!

Hunde können gehen

Wenn man es ihnen sagt. Sie tun halt immer das, was man ihnen sagt. Da hat Pawlow mit seiner Konditionierungstheorie ganze Arbeit geleistet! Und sie können gehen. Und reagieren auf Reize. Und Reisende soll man nicht aufhalten! Angstbeller. Zahlenmerken, Bröckchenbeißen, Socializing und gute Reise.

MC Winkel



Hüttenzauber.

Januar 21st, 2007

Das Unterfangen Winterurlaub ist für einen Berliner von Natur aus Neu-, weil Flachland. Der Preuße an sich kennt Schnee ja nur noch aus optimistischen Wetterprognosen um Weihnachten rum, oder als feingelegten Staub auf den Klobrillen dieser Stadt. Sichtbar also nur oberhalb der Lippen und unterhalb der Nasenflügel, bzw. als schwarzbraune Dreckmasse in den Radkästen der Hauptstadt.

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Mathias Richel



Liebesgut

Januar 16th, 2007

Manche Frauen haben Spuren hinterlassen. Manche nicht. Kleine Spuren, die mir nicht mal täglich auffallen. Aber immer wieder, regelmäßig. Ich nehme sie, ich benutze sie, ich stelle sie wieder hin. Bis zum nächsten Mal, bye-bye. Manchmal frage ich mich dann: Woher habe ich das bloß? Wie trat es in mein Leben? Und dann erinnere ich mich. Ein Liebesgut, ein übrig gebliebenes Treibgut der Liebe, mit ihren Berührungen, konserviert, mit ihren Küssen, ihren Worten, Mund-zu-Mund-Propaganda im schönsten Sinne. Lovers Packaged Goods. Mit ihren praktischen Gedanken, aufgeladen mit ihren Gewohnheiten, verdrängten meine Unüberlegtheiten oder die Überlieferungen meiner vorangehenden Generation. Männer empfehlen sich nichts, sie schauen bei ihren Frauen ab: Eine Handcreme, ein Shampoo, eine Nougatcreme. Selbst die Scheuermilch lernte ich bei einer Frau kennen. Willst Du in meinem Leben einen Platz erobern, dann finde einen Platz in meinem Vorratsschrank, bei meinen Putzmitteln oder auf der Ablage im Badezimmer. 

Bandini



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