Bandini

November 30th, 2006

Bandini wurde geboren, als draußen Steine flogen. Deshalb musste er in seiner Kindheit auch schreckliche Klamotten tragen, die heute nur noch am Prenzlauer Berg Wonnekiekser hervorrufen. Jugendlich war er im schlimmsten Jahrzehnt der Nachkriegszeit, dem man mit Oldieabenden aka „Wave-Party“ noch immer huldigt. Als konsequente Weiterführung von Englisch-/Mathematikleistungskurs verbrachte er fünf langweilige Jahre an der Universität. Seit Mitte der Neunziger geht es bergauf.

Die gesammelten Texte von Bandini auf der Neuen Bodenständigkeit gibt es

nach diesem Klick!

Mathias Richel



Schön: Weihnachtsgeld.

November 30th, 2006

Nicht schön: allein ausgeben.

Mathias Richel



Morgen, 2. Teil: 13.30

November 29th, 2006

Das Telefon klingelte. Mein fetter Dealer Spitz. Mein fetter Dealer Spitz war eine Ruhrgebietsnatur. Laut, pockennarbig, kumpelig. “Kollege!” schrie er in den Hörer. “Du wolltest doch nochmal die Unterlagen nachschauen!” Mein fetter Dealer Spitz war ungeheuer clever. Nie sagte er am Telefon “Gras”. Immer nur “Unterlagen”. Zehn Gramm Unterlagen gefällig? “Nee, hab ich doch schon”, näselte ich. Keine Taschentücher hier? Ich rotzte in mein T-Shirt. Kassandra schaute desillusioniert.

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Malte Welding



Sparflamme

November 29th, 2006

Meine Flamme ist gelöscht worden. Gestern Abend. Lief wohl auch nur ferner unter: Sparflamme. Kein großes Kribbeln. Kein großes Vermissen. Aber die Küsse waren angenehm. Da liegen wir auf seiner neuen Ikea-Couch in blau, weil noch kein Bezug darauf ist, weniger Couch als Klappbett, weil die Lehnen fehlen. So ist das mit Vollzeit-Jobs: keine Zeit fürs Einrichten. Keine Zeit für Wohnlichkeit. Aber vielleicht am Wochenende noch mal zu Ikea, nach seiner Sauftour durch 9 Bars in Limousinen mit den Kollegen und dem Elterntag inkl. Essen und Kino. Aber dann ist schon wieder Sonntag. Kein Ikea-Tag. Keine Zeit fürs Einrichten. Keine Zeit für Wohnlichkeit. Vielleicht ziehe ich deshalb doch nicht um. 5 Jahre in einer Wohnung bringen eine Menge Wohnlichkeit. Beinahe: Geborgenheit.

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Peh



valentinstag(!)(s)fuck(!)

November 28th, 2006

Livemitschnitt aus der BARHOCKER-Lesung “8 Frauen … und ihre Geschichte(n) zum Thema: “Mann”

( | Watergate, Berlin)

[flash]http://www.peh-land.de/Sound/Peh_extract.mp3[/flash]

Peh



Ist nur Werbung, Mum.

November 28th, 2006

Wieder einmal eine redaktionelle Wortmeldung:

Ab heute gibt es Werbung auf der Neuen Bodenständigkeit.
Dezent, keine Layer, keine Musik, kein Aufpoppen und Wegdrücken, keine Klingeltöne. Nur eine Unterstützung für uns. Wir rechnen nicht mit Reichtum, sondern mit ein wenig Hilfe.
Ich hoffe, ihr versteht das. Wenn nicht, schreibt es doch in die Kommentare.
Ansonsten bleibt alles beim alten - gut.
In Liebe
Mathias Richel

Mathias Richel



Rewind continues

November 27th, 2006

Du sitzt in meiner Küche und wir lassen Rauch aus dem Fenster steigen.
Ein schöner Geburtstag. Ich habe dir alles geschrieben und dir dennoch
nichts gesagt. Du denkst, du musst darauf reagieren, dabei sollen dir
nur die Nudeln schmecken. Was kannst du mir schon sagen, was mich
gerade verletzten könnte? Ich erwarte nichts. Woher sollte ich auch
diese Naivität nehmen, zu glauben, ich würde offene Türen einrennen?
Nein, das habe ich nicht geglaubt. Wie egoistisch können Gefühle für
jemanden anderen sein?

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Mathias Richel



Rewind.

November 23rd, 2006

Meine Augen schmerzen. Das tun sie in letzter Zeit oft. Ich sehe müde aus. Sie schmerzen, als wenn ich zu lange in den Fernseher geglotzt hätte. Und das permanent. Aber meine Augen lügen. Sie lügen mich an, sie lügen meine Umwelt an. Sie lügen dich an. Ich schließe meine Augen vor deiner Tür und es tut nicht mehr weh. Nur ein wenig Licht bricht sich durch die engen Schlitze, die ich mit meinen Augen kneife. Ich versuche sie zum strahlen zu bringen. Vielleicht erkennst du es, nein, anerkennst du es. Vielleicht findest du aber dieses verkniffene total bescheuert. Überhaupt versuche ich ziemlich cool zu wirken und bin trotzdem angespannt gespannt. Ich versuche immer ernst zu wirken, oder so zu lachen, dass man sympathische Lachfalten erkennen kann. Wie blöd ist das eigentlich?

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Mathias Richel



Self confident

November 21st, 2006

Dinge, die mich dazu brachten, dass zu tun, was zu tun war:
Rap, Metal, Egoshooter, Pornos, Oben und Unten, RTL2, BILD, Neun Live, Riester, Hartz, H&M, Jamba, Ikea, Weihnachten, Nokia, Apple, Mercedes-Benz, Adidas, Quelle, BfA, BMfG, CDU, SPD, PDS, Grüne, NPD, Internet, Email, Chatrooms, Foren, Playstation, Autobahn, Benzin, Winterreifen, Bread & Butter, Mitte, Britney Spears, Bundeswehr, Sex, Cola-Cola, Vogelzug, Fischtreppen, BigBrother, Abitur, Arge, Euro, Bush, Diskussionen, Freunde, Lehrer, Arbeit, leere Batterien, Blogs, SpOn, REWE, BVG, Levis, Nike, Eheverträge.
Ich muss aufräumen.
Ihr konntet es nicht verbieten.
Ich verbiete es mir selbst.
Ich bin weg.

Be consequent politicians >>>

Mathias Richel



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