Let’s start at the finish.

Der Fall #Relotius adressiert leider das Gefühl, dass häufig die Story schon feststeht, bevor die Recherche begonnen hat.— Müller (@gemuellert) 20. Dezember 2018

Eine eigene Erfahrung mit Journalismus: Oft genug, also meistens, sprich eigentlich immer soll ich für oder gegen eine gestellte These in Fragenform argumentieren. Sehr selten werden mir Fragen offen gestellt, spätestens in der ersten Nachfrage bricht dann doch die These durch.

Wenn die These aber dem Text vorangestellt wird, dann bin ich nur Erfüllungsgehilfe für das eine oder andere. Aber das Ergebnis des Textes steht schon vor dem ersten Zeichen fest. Es scheint, dass nicht gilt “Sagen was ist.”, sondern “Bestätigen, was angenommen wird, was ist.”

Und ja, das ist dann tendenziös. Und im Zweifel immer auch (nur) die Meinung der Autoren. Wie verträgt sich das mit dem Gebot (was ich selbst für überholt halte, aber das doch hochgehalten wird), sich nicht mit einer Sache gemein zu machen? Wenn man selbst die Sache bestimmt.

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