qed.
Sie hatte Augen wie Ringo Starr. Und sie roch nach Knoblauch. Ich mochte das nicht. Beides.
Aber sie trank mit mir. Tequila und Bier. Im Wechsel.
Sie lachte nicht lauthals über meine Witze. Sie zog nicht skeptisch die Augenbraue hoch. Sie schaute mich an ohne mehr von mir zu wollen. Sie wollte nur schauen und reden.
Nicht über sie. Nicht über mich. Nicht über uns. Über den Rest.
Und so betranken wir uns. Asymptotisch. Und während wir den Long-Tail der Alkoholverträglichkeit in unseren Tequilagläsern runterkullerten und der Barmann unsere Deckel mit Kuli schwärzte, verstand ich plötzlich für einen Moment die Welt:
Man trifft sich in der Bewegungslosigkeit.
Wenn zuviel Nähe abstößt. Und wenn der Rückzug ebenfalls einsam macht. Dann trifft man sich in der Bewegungslosigkeit. Wie zwei Parallelen sich im Unendlichen schneiden, so trifft man sich da wo die Körperfunktionen Null erreichen.
Meine Pupillen verengten sich. Die Schärfe wich aus meinem Blick. Und mein Schwerpunkt verlagerte sich ohne Vorwarnung.
Ich fiel. So wie sie. Und wir landeten. Auf unseren Lippen.
qed.

August 21st, 2007 at 09:44
Treffend und dabei kurz und knackig! Finde ihn gut, Deinen Text.
August 21st, 2007 at 11:41
was hast du eigentlich gegen knoblauch?
August 21st, 2007 at 12:16
@ GlatzoPatzo: Danke.
@ clara: Eigentlich nichts. Ich sach ma: Method Writing.
August 22nd, 2007 at 23:32
Kenn’ ich. ;-)
Sehr schöner Text!
August 24th, 2007 at 08:32
1*
wunderschön!