Suppe Kill your idols!

Wie ich mal einen Mord beging

Als ich da saß und fragte
Ob ich, wenn ich zu einer bestimmten Zeit
An einem bestimmten Ort gewesen wäre
Eine fremde Hand in ihrem Haar gefunden hätte,
da schwieg sie nur und weinte.

Und als ich, das Herz mir eingefroren,
ihren Namen nannte, mit Fragezeichen.
Da nickte sie.

Drei Wochen warten auf grausame Gewissheit.
Ich kann nicht sagen, ob es besser
Oder schlimmer ist,
mit dieser weiter gelebt zu haben.
Einzig der Name des Wurms in meinem,
wohl innen schon faulig gewesenen Liebesapfel
ist mir bekannt. Erik.
Erik, der Ex, der ewig klein geredete,
doch wohl groß genug,
die Butter mir vom Brotfrollein zu lutschen.

In meinen Träumen war ich zur
rechten Zeit am
rechten Ort, das
linke Spiel zu betrachten.
Einschreitend, ohne großes Drama,
die Entdeckmantelung still und kurz genießend,
trenne ich beide mit einem Hallo,
schreite ein in den Zirkel der körperlich Begehrenden,
schiebe den Verrat in meinen Rücken und
schlage den Versucher nieder.
Dessen Überraschung und
Unkenntnis seines Anreifers nutzend
zertrümmere ich,
kniend über dem Liegenden, dessen Kehlkopf
mit einem einzelnen gezielten Schlag.
Ich halte die Hand des Röchelnden bis ans Ende,
ich spüre verzweifelte Schläge auf meinem Rücken und
schließe seine Augen und erbaue mich
an der Tatsache, nun endlich einen Grund zu haben,
sie zu hassen.

Dann wache ich auf.

Vor einige Zeit war ihe Geburtstag. Ich war dort.
Sie war betrunken und nahm mich mit
auf ihr Zimmer, in dem mein Bild nicht mehr hing.
Dass Erik heute kommen würde,
sie hätte nicht bedacht und
es täte ihr blabla.
Vor meinen geschlossenen Lidern
tanzen Kehlköpfe.
Mein Herz kocht. Ich bleibe nach außen ruhig,
lasse meine Hand nehmen. Ich nicke.
Würde gehen wenn sie ihn küssen sollte.
Sie beteuert. Ich glaube ihr ist schlecht.
Sie kennt meine Träume nicht.
Wir gehen zurück und trinken.

Dann kommt Erik.
Er hat Wodka mitgebracht und ist dumm.
Er redet viel und seine Haare sind fettig.
Er spricht laut und wiederholt sich oft.
Er trinkt und biedert.
Vor dem Hallo zu durchschauen.
Ich gehe als sie anfängt zu kotzen.
Erik bleibt noch.
Ich hasse ihn nicht.
Er tut mir leid.

2 Responses to “Wie ich mal einen Mord beging”

  1. Mathias Richel Says:

    Zwei sehr bedauernswerte Persönlichkeiten.

  2. thochi Says:

    Irgendwie leider trotzdem drei …

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